Fortbildung

Start: 18. September 2026 | 09:00 Uhr

CMD-Curriculum

Craniomandibuläres System und Gesamtorganismus
Funktionsdiagnostik und -Therapie – umfassend und praxisgerecht

Kursinhalte

Okklusale Fehlfunktionen sind häufige Auslöser für periphere Funktionsstörungen und chronische Schmerzzustände, insbesondere auch im Bereich des Bewegungsapparates. Nicht selten liegt der Ursprung dieser Beschwerden im Kiefergelenk, das aufgrund seiner komplexen funktionellen Struktur und seiner zentralen Stellung im neuromuskulären System eine Schlüsselrolle für den gesamten Organismus einnimmt. Im Mittelpunkt des ersten Teils der Seminarreihe stehen sowohl die wissenschaftlich fundierten Grundlagen für die Zusammenhänge zwischen Okklusion und Kiefergelenksfunktion, sowie deren Wirkung auf das craniomandibuläre und muskuloskelettale System dar. Vermittelt werden die Anatomie und Funktion des Kiefergelenks, okklusale Zusammenhänge, ätiologische Faktoren sowie relevante neurologische Wechselwirkungen.

Ein besonderer Fokus liegt auf der systematischen allgemeinen und speziellen Anamnese, der zielgerichteten Patientenführung im Erstgespräch sowie einer klaren, praxisnahen Dokumentation. Ziel ist es, ein umfassendes, praxisorientiertes Diagnose- und Therapiekonzept zu vermitteln, das der engen Wechselbeziehung zwischen okklusionsbedingten Funktionsstörungen des craniomandibulären Systems und dem muskuloskelettalen System gerecht wird. Das strukturierte Untersuchungskonzept dient zugleich als belastbare Grundlage für die interdisziplinäre Zusammenarbeit, insbesondere mit der manuellen Medizin und der Orthopädie. Der zweite Teil der Seminarreihe baut auf den im ersten Teil erlernten diagnostischen Grundlagen auf. Die Funktionsdiagnostik des craniomandibulären und muskuloskelettalen Systems wird rekapituliert, vertieft und gezielt in eine strukturierte therapeutische Planung überführt. Ergänzend wird die Axiographie als diagnostisches Instrument zur differenzierten Analyse der Kiefergelenkfunktion vorgestellt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der präzisen Artikulatormontage mithilfe des arbiträren Gesichtsbogens sowie muskulärer Registrate. Die systematische Modellanalyse bildet dabei die Grundlage für eine reproduzierbare und strukturierte Schienenherstellung.

Im Zentrum steht die exakte Zentrikregistrierung als Basis für die Einstellung der therapeutischen Unterkieferposition. Diese ist entscheidend für die Konzeption und Herstellung einer craniomandibulären orthopädischen Positionierungsapparatur (COPA-Schiene). Nach erfolgreichem Abschluss der Okklusionsschienentherapie ist häufig eine weiterführende prothetische und/oder kieferorthopädische Behandlung notwendig, um die erreichte Kiefergelenkpositon durch eine stabile interferenzfreie Okklusion dauerhaft zu sichern. Der dritte Teil zeigt abschließend die Überführung der erarbeiteten Schienenposition in den definitiven Zahnersatz – von analogen Verfahren bis hin zu vollständig digitalen und vollvirtuellen Workflows. Dabei ist das Ziel die Darstellung sicherer und praxisnaher interdisziplinärer Konzepte für die weiterführende Funktionstherapie.

Ablauf & Inhalte

18.09: Vormittag          

  1. Anatomie und Funktionsweise des craniomandibulären Systems.
  2. Einbindung in das muskuloskelettale System
  3. Die Wirkung von Kiefergelenkfehlfunktionen auf den Bewegungsapparat und das craniomandibuläre System
  4. Wirkprinzip der häufigsten okklusalen Störungen

18.09: Nachmittag:

  1. Anamnese: allgemeine und spezielle Anamnese in der Theorie
  2. Anamnese in „Gruppenarbeit“ und richtige Patienten-Führung im Erstgespräch mit Dokumentation
  3. Das funktionelle Kurzscreening

19.09: Vormittag:

  1. Die weiterführende Diagnostik des craniomandibulären Systems (CMS)
  2. Die Diagnostik okklusaler Zusammenhänge auf das muskuloskelettale System (MSS)
  3. Die Darstellung des Praxis-Workflows mit Dokumentation

19.09: Nachmittag:

  1. Einstudieren aller diagnostischen Techniken in „Gruppenarbeit“
  2. Erstbehandlung und Schmerzbehandlung
  3. Bildgebung: MRT, DVT, CT
  4. Arztbrief

16.10 : Vormittag

  1. Rekapitulation der Funktionsdiagnostik am CMS und MSS
  2. Die instrumentelle okklusale Diagnostik, analoge und digitale Möglichkeiten

16.10: Nachmittag

  1. Muskulär geführtes Zentrik-Registrat in der Theorie
  2. Muskulär geführtes Zentrik-Registrat in „Gruppenarbeit“
  3. Arbiträrer Gesichtsbogen – analog und digital (SAM)

17.10: Vormittag:

  1. Artikulatormontage
  2. Die systematische Analyse von Interferenzen der statischen und dynamischen Okklusion
  3. Modellanalyse in der Gruppenarbeit

17.10: Nachmittag

  1. Okklusionskorrektur mit herausnehmbaren oder festsitzenden Okklusionsschienen – Indikationen und Charakteristika
  2. Schienenherstellung

20.11 : Vormittag

  1. Grundlegende Behandlungsstrategien für prothetische Folgetherapie
  2. Interdisziplinäre Behandlungsstrategie mit Einbeziehung der Kieferorthopädie
  3. Die ideale Vorbereitung der Okklusion mit festsitzenden COPA-Onlays
  4. Die exakte dreidimensionale Planung der prothetischen Rehabilitation im Wax-Up und Mock-up

20.11: Nachmittag

  1. Herstellung der Erstprovisorien unter präziser Beibehaltung der therapeutischen Okklusion
  2. Wann sind Langzeitprovisorien hilfreich?
  3. Die vorhersagbare definitive zahntechnische Rekonstruktion. Möglichkeiten mit CAD/CAM
  4. Eingliederung, interdisziplinäre Kontrolle, Korrekturen
  5. Was tun, wenn die therapeutische Okklusion verloren ging?

21.11: Vormittag

  1. Vorstellen von Patientenfällen: Analoger Weg
  2. Halbanalog/halbdigitaler Weg

21.11: Nachmittag

  1. vollvirtueller DMD-Workflow

 

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
 Sollten alle Plätze ausgebucht sein, nehmen wir Sie gerne auf die Warteliste.

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Infos

Termine:

Teil 1: 18.-19. September, 9-17 Uhr 
Teil 2: 16.-17. Oktober, 9-17 Uhr 
Teil 3: 20.-21. November, 9-17 Uhr 

Fortbildungspunkte
60 (nach Richtlinien der BZÄK)

Thema

CMD-Curriculum:
Craniomandibuläres System und Gesamtorganismus

Funktionsdiagnostik und -Therapie – umfassend und praxisgerecht

Teilnehmer: max. 20 Personen 

Kursgebühr:
2.490– € inkl. MwSt.
(Im Voraus zu entrichten. Die Rechnung wird Ihnen zugeschickt.)

Dozentinnen

Dr. Philipp Boisserée

Ausbildung & Qualifikationen

  • Ausbildung zum Zahntechniker
  • Studium der Zahnmedizin an der Universität Heidelberg
  • Promotion zum Dr. med. dent. (2023)
  • Postgraduales Masterstudium Craniomandibuläre und Muskuloskelettale Medizin
    an der Universität Innsbruck
    – Abschluss: Master of Dental Science (MDSc) (2020–2021)

Beruflicher Werdegang

  • Juli 2016 – März 2020: Vorbereitungsassistent + Angestellter Zahnarzt
    Hansezahn Hamburg
  • April 2020 – September 2023: Angestellter Zahnarzt
    Travepraxis, Bad Oldesloe
  • Seit 1. Oktober 2023: Selbstständiger Zahnarzt und Praxisinhaber
    Dr. Boisserée Zahnheilkunde, Hamburg

Mitgliedschaften

  • Mitglied der Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK)

Interdisziplinäre Fachkreise

  • Arbeitskreise für Craniomandibuläre und Muskuloskelettale Medizin
  • Arbeitskreis „Innovative Zahnheilkunde – Zahn und Mensch“

Tätigkeitsschwerpunkte

  • CMD-Diagnostik und -Therapie
  • Okklusale Rehabilitation
  • Implantologie

Dr. Julius Boisserée

Ausbildung & Qualifikationen

  • Studium der Zahnmedizin an der Universität Rostock
  • Promotion zum Dr. med. dent. (2021)
  • Postgraduales Masterstudium Craniomandibuläre und Muskuloskelettale Medizin
    an der Universität Innsbruck
    – Abschluss: Master of Dental Science (MDSc) (2020–2021)

Beruflicher Werdegang

  • Juni 2018 – Juni 2020: Vorbereitungsassistent
    Praxis für Zahnheilkunde Dr. Boisserée, Köln
  • Juni 2020 – Dezember 2024: Angestellter Zahnarzt
    Praxis für Zahnheilkunde Dr. Boisserée, Köln
  • Seit 1. Januar 2025: Selbstständiger Zahnarzt und Praxisinhaber
    Praxis für Zahnheilkunde Dr. Boisserée, Köln

Mitgliedschaften

  • Mitglied der Deutsche Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und -therapie (DGFDT)
  • Mitglied der Deutsche Gesellschaft für Endodontie und Traumatologie (DGET)

Interdisziplinäre Fachkreise

  • Arbeitskreise für Craniomandibuläre und Muskuloskelettale Medizin
  • Arbeitskreis „Innovative Zahnheilkunde – Zahn und Mensch“

Tätigkeitsschwerpunkte

  • CMD-Diagnostik und -Therapie
  • Okklusale Rehabilitation
  • Volldigitaler Workflow mit dem DMD-System

Ort

Mundreich – Center of Dental Qualification
Weidestraße 122d
22083 Hamburg

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